
Filtern statt Funktionieren
Warum selektive Aufmerksamkeit zur Schlüsselkompetenz wird
Filtern im Alltag hilft, besser zu funktionieren. Aber wie geht das?
E-Mails, Meetings, Social Media, Push-Nachrichten – unser Alltag ist ein Dauerfeuer an Informationen.
Was früher vielleicht mal „interessant“ war, ist heute ein Überlebensmodus: Nur wer bewusst filtert, behält den Überblick.
Ich erlebe es in Trainings und Coachings immer wieder: Menschen, die eigentlich hochmotiviert und engagiert sind, aber in der Informationsflut untergehen. Weil sie ständig verfügbar sind. Weil sie alles „mitkriegen“ wollen. Und am Ende nichts mehr wirklich mitbekommen.
Multitasking? Funktioniert nicht.
Wir können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein – auch wenn viele es versuchen. Ein typisches Beispiel: Meetings. Während eine Person spricht, tippt die andere nebenbei Mails. Was bleibt, ist oberflächliche Aufmerksamkeit, ein schlechtes Gefühl beim Gegenüber und weniger Qualität in der Arbeit.
Das Gehirn wird dadurch permanent überfordert. Die Folge?
🌀 Mehr Stress
🌀 Geringere Konzentration
🌀 Schlechtere Entscheidungen
Und vor allem: weniger echte Begegnung.
Warum Filtern entscheidender als funktionieren ist
! Effizienz statt Dauerstress: Nicht alles verdient sofort Ihre Aufmerksamkeit.
Im Alltag passiert es fast automatisch: Eine neue Mail ploppt auf, eine WhatsApp vibriert, jemand stellt spontan eine Frage – und wir springen sofort darauf an. Das klingt nach Einsatz, führt aber oft zu einem Gefühl permanenter Hetze.
Wer stattdessen bewusst entscheidet, wann und worauf er reagiert, gewinnt Zeit und Nerven.
Denn nicht jede Info ist wichtig, nicht jede Aufgabe dringend.
? Was hat heute wirklich Relevanz für meine Ziele?
? Welche Aufgaben kann ich bündeln oder bewusst später bearbeiten?
Effizient sein heißt nicht, alles gleichzeitig zu erledigen – sondern das Richtige zur richtigen Zeit zu tun.
! Fokus auf das Wesentliche: Wer Prioritäten setzt, ist produktiver und entspannter.
Unser Gehirn kann vieles – aber nicht alles gleichzeitig. Wenn wir uns auf zu viele Themen gleichzeitig konzentrieren, bleibt am Ende oft nichts wirklich gut erledigt.
Deshalb: Weniger ist mehr.
Prioritäten setzen heißt auch, Nein zu sagen – zu Dingen, die gerade nicht wichtig sind.
? Welche drei Aufgaben bringen mich heute wirklich voran?
? Was kann warten oder an jemand anderen delegiert werden?
Wer sich auf das Wesentliche fokussiert, arbeitet mit mehr Ruhe, mehr Klarheit – und oft sogar schneller.
! Klarere Entscheidungen: Wer sicht nicht im Außen verliert, trifft bessere Entscheidungen im Innen.
Permanente Reize von außen – E-Mails, Newsfeeds, Meetings, Meinungen anderer – können uns vom eigenen Weg ablenken. Plötzlich richten wir unsere Entscheidungen nach dem, was gerade laut ist – nicht nach dem, was wirklich wichtig ist.
Filtern bedeutet auch: sich selbst wieder besser hören.
? Was ist mein Ziel, meine Haltung, mein nächster Schritt?
? Welche Entscheidung fühlt sich für mich stimmig an – unabhängig vom Außen?
Wer sich diese Fragen stellt, trifft Entscheidungen mit mehr Klarheit, Verantwortung und Weitblick.
Wie Sie Filtern lernen – ganz praktisch
Im Job:
Meetings mit echter Präsenz: Laptops zu, Handys weg – und der Unterschied ist sofort spürbar.
Prioritäten setzen: Was ist heute wirklich wichtig? Was kann warten?
Mail-Zeiten begrenzen: Zweimal täglich Mails checken reicht oft völlig aus.
Für sich persönlich:
Informationsquellen bewusst wählen: Welche tun Ihnen gut – welche rauben Energie?
Digitale Reize reduzieren: Push-Nachrichten ausschalten. Offline-Zeiten einführen.
Multitasking beenden: Konzentrieren Sie sich auf eine Sache – Ihr Gehirn wird es Ihnen danken.
Filtern ist kein Verzicht – es ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung für mehr Klarheit. Für mehr Qualität. Für ein bewusstes Leben – im Job und privat.
Und: Filtern ist eine Kompetenz. Sie lässt sich trainieren, üben und entwickeln – individuell oder im Team.
Sie wollen mehr Fokus in Ihr Team bringen? Oder Ihre eigene Filterfähigkeit stärken?
Dann lassen Sie uns sprechen – in einem Coaching, Workshop oder Impuls-Vortrag.
Herzliche Grüße
Simone Oßwald